Die Schwoigamer Gallier trotzen den Römern, dem Regen und dem Virus

Einfach hatten es die Schwoigamer Gallier nicht, bei der diesjährigen Sommerfreizeit vom 1. bis 7. August. Ein umfangreiches Hygienekonzept, viele Unsicherheiten und dann auch noch Regenwetter bereiteten den jungen Gallierinnen und Galliern und besonders Majestix, in Gestalt von den zahlreichen engagierten Organisatorinnen, im Voraus Sorgen.


Unberechtigterweise, wie sich im Nachhinein herausstellte, denn das gallische Dorf trotzte allen Umständen und erlebt eine tolle Woche voller Spaß und Abenteuer!


Angereist kamen die Jungs und Mädels mit der Bahn und mussten einige Male umsteigen, bis sie den letzten Marsch bergauf ins gallische Zeltdorf zurücklegen konnten. Dort angekommen gab es dann zur Stärkung erst einmal Wildschweinwürstchen im Teigmantel und die Zelte wurden eingerichtet. Um sich vor den Römern zu schützen, mussten die Jungs und Mädels Zäune um ihre Zelte bauen. Es wurde gehämmert, gesägt, gepinselt und gebaut bis alles abgesichert war.


Am Abend gab es den leckeren Zaubertrank aus dem Kessel und am Lagerfeuer wurden die ersten Lieder gesungen. Schlafen gegangen ist das gallische Dorf an diesem Tag sehr spät….


Am nächsten Morgen der erste Schreck! Miraculix wurde auf dem Weg zu seiner Tante von den Römern überfallen. Zur Sicherheit hatte er das Rezept des Zaubertanks mitgenommen und auf dem Weg in tausend Teile zerrissen. Die Jungs und Mädels machten sich nach einem kurzen Sprung ins Höhenfreibad direkt auf den Weg das Rezept zu suchen. Zum Glück fanden Sie die Schnipsel bei einer Schnitzeljagd und konnten das Rezept wieder zusammenfügen. Im Kessel wurde dann der Zaubertrank frisch gebraut. Was da alles reinkommt - Misteln, Hummer, Käseomlette und Feldblumen - köstlich!


Bei den letzten Olympischen Spielen wurden Asterix und Obelix disqualifiziert, weil sie vom Zaubertrank genascht hatten. Da die beiden nun deswegen für die diesjährigen Spiele gesperrt sind beschlossen sie, ihre eigenen Olympischen Spiele auszurichten. Deswegen bereiteten sich die Zelte im gallischen Dorf auf etwas ganz Großes vor. Es wurden Trikots bemalt, Kopfschmuck gebastelt und Schlachtrufe vorbereitet. Am Abend trugen die Jungs und Mädels das olympische Feuer durch die Nacht. Schon von weitem waren die Fackeln in der Dunkelheit zu sehen.


Am nächsten Tag war es dann soweit. Die olympischen Spiele standen am. In diversen Disziplinen traten das Chaoszelt, die fantastischen 8, sowie Wild (und) Schweine, gegeneinander an. Ob Sackhüpfen, Nageln, Frisbeegolf oder Wassertransport die Gallierinnen und Gallier gaben alles. Bei der feierlichen Siegerehrung entschied sich dann, welches Zelt am Abend vom Spüldienst befreit war.


Habt ihr schon einmal von dem leckeren Christstollen gehört, der in einer Höhle liegt und den man unbedingt vor den Römern schützen muss? Die gallischen Sportfreunde wussten von dem leckeren Stollen mit vertrockneten Trauben und machten sich am Donnerstag bei einer Wanderung auf zur Höhle. Der Weg führte durch ein herrliches Tal entlang eines Flusses bis zur Wimsener Höhle, die einzige mit einem Boot befahrbare Wasserhöhle in ganz Deutschland. Ganz schön eng, war es in der Höhle und selbst die kleinsten Gallierinnen mussten ab und an den Kopf einziehen um sich nicht zu stoßen. Es war ein spannendes Abenteuer auf der kleinen Nussschale die Höhle zu erkunden. Nachdem alle wieder festen Boden unter den Füßen hatten, wurden auf dem nahegelegenen Grillplatz im Wald Rote Würste gegrillt und die Füße im Fluss baumeln gelassen.


Dann brach auch schon der letzte Tag an. Das gallische Dorf plante eine gigantische Abschiedsfete. Jedes Zelt probte für die Aufführung am Abend. Das Küchenteam war gerade dabei das Festmahl vorzubereiten, als plötzlich der Kühlwagen mit einem nagelneuen Schloss verriegelt war. Ein Überfall am helllichten Tage. Das Festmahl drohte ins Wasser zu fallen. Musste das gallische Dorf am letzten Tag hungern? Eine Nachricht der Götter hing am Kühlwagen: „Den Schlüssel fürs Schloss müsst ihr euch verdienen!“


Aber wie? Bevor das Dorf lange nachdenken konnte, ertönte von fern Musik und sechs Götter marschierten mit Pauken und Trompeten ein. Sie verlangten vom gallischen Dorf gegen die Götter zu gewinnen, nur dann würden Sie den Schlüssel zum Kühlwagen wieder herausrücken. Und wie grandios sich die Gallierinnen und Gallier schlugen! Egal ob im Götterspeisewettessen, im Wildschweine erlegen oder dem Blindparcour, die Götter waren chancenlos. Dem Abschiedsfest stand nichts mehr im Wege.


Und wie schön das Fest war. So schön, dass es lange in Erinnerung bleiben wird. Leckeres Essen, wunderbare Aufführungen, spannende Wettkämpfe und ein bunter Tanzabend unter freiem Himmel.


Der Abschied am nächsten Tag war nur deshalb nicht ganz so traurig, weil sich alle sicher waren, dass man sich im nächsten Jahr wieder sehen wird!


Vielen lieben Dank an alle Kinder, Betreuer und Betreuerinnen, an alle Organisatorinnen, Küchenfeen, Aufbauhelfer, Materialspender, Götter, Unterstützer und an alle die in diesem Jahr wieder ihren Teil zur Sommerfreizeit beigetragen haben! Ihr seid spitze! Es war einzigartig!



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